GDB - Oekobilanzen Mehrwegflaschen Mineralwasser

Ökobilanzen

Ökobilanzen untersuchen die Umweltfreundlichkeit von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern in ihrem gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling bzw. zur Entsorgung. Die Mehrwegsysteme der deutschen Mineralbrunnen sind in mehreren Ökobilanzen analysiert worden.

Ökologische Vorteilhaftigkeit von Mehrweg bestätigt

Im Jahr 2008 hat die GDB eine Ökobilanz vorgelegt, die vom renommierten IFEU-Institut aus Heidelberg erstellt wurde. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass PET-Mehrwegflaschen die umweltfreundlichste Verpackung für alkoholfreie Getränke sind, gefolgt von Glas-Mehrwegflaschen. PET-Einwegflaschen schneiden deutlich schlechter ab. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie hier downloaden. Den Gesamttext der Ökobilanz können Sie per E-Mail hier anfordern.  

Ökologische Verbesserungen in den letzten Jahren

Durch den technischen Fortschritt hat sich die Ökobilanz aller Getränkeverpackungen in den letzten Jahren verbessert. Bei Glas-Mehrwegflaschen sind hier zum Beispiel Gewichtseinsparungen zu nennen. So wurde die Glas-Perlenflasche 2013 um 8,5 Prozent gewichtsoptimiert. Das wirkt sich in der Ökobilanz besonders positiv auf den CO2-Ausstoß beim Transport aus. Ein weiterer Punkt sind schonendere und sparsamere Abfüllanlagen bei den Mineralbrunnen. Diese sorgen dafür, dass die Flaschen häufiger wiederverwendet werden können und weniger Energie für die Reinigung der Flaschen und Kästen verbraucht wird.

Mehrweg weiter am umweltfreundlichsten

Auch die Ökobilanz von Einwegflaschen hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Das gelingt beispielsweise durch einen höheren Anteil von Recyclingmaterial bei der Produktion neuer Flaschen. Einwegflaschen werden jedoch nach wie vor zu großen Teilen aus neuem Kunststoffmaterial hergestellt. Das belastet die endliche Ressource Erdöl, die der Grundstoff für PET ist. Zum Vergleich: Eine Glas-Mehrwegflasche besteht zu 90 Prozent aus Altglas. Es bleibt also festzuhalten, dass sich sowohl Mehrweg als auch Einweg in ihrer Ökobilanz verbessert haben. Mehrweg bleibt jedoch nach wie vor die umweltfreundlichere Alternative.